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Die Polizeiinspektion Stendal ist für den nördlichen Bereich Sachsen-Anhalts zuständig. Mit ca. 680 Mitarbeitern sind wir auf einer Fläche von 6293 km² in den Landkreisen Stendal, Salzwedel und Jerichower Land für die Sicherheit von 285.675 Bürgerinnen und Bürger, die in der Region leben,  im Einsatz.

Die Polizeiinspektion Stendal, unter Leitung  von Polizeidirektor Andreas Krautwald,  hat ihren Sitz in der Hansestadt Stendal. Hier befindet sich auch die Einsatzleitstelle, in der die Einsätze  im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion koordiniert werden.

Zur Polizeiinspektion Stendal gehören das Polizeirevier Stendal mit dem Revierkommissariat Osterburg und der Außenstelle Havelberg, das Polizeirevier Altmarkkreis Salzwedel mit dem Revierkommissariat Gardelegen und der Außenstelle Klötze sowie das Polizeirevier Jerichower Land mit dem Revierkommissariat Genthin und einer Außenstelle in Gommern.

Ihr Andreas Krautwald
Direktor der PI Stendal

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Polizeimeldung

Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) der Polizeiinspektion Stendal

18.03.2021, Stendal – 02/2021

  • Polizeiinspektion Stendal

- Abnahme des Straftatenaufkommens um 4,3 %- 16.893 erfasste Fälle- 10.004 Straftaten aufgeklärt - Aufklärungsquote bei 59,2 %

 

  1. Kriminalitätslage in der Polizeiinspektion Stendal

 

  • Straftatenaufkommen

 

Im Zuständigkeitsbereich der PI Stendal wurden im Jahr 2020 insgesamt 16.893 Straftaten registriert. Das sind 767 Straftaten weniger als im Vorjahr und entspricht einem Rückgang um 4,3 Prozentpunkte. Der Rückgang zeigt sich am deutlichsten bei den Diebstahlsdelikten. Ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten und bei den sonstigen Straftatbeständen des StGB zu verzeichnen.

 

 

1.2       Aufklärungsquote      

 

Insgesamt konnten im Jahr 2020 10.004 Straftaten aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote (AQ) ist gegenüber dem Jahr 2019 nur leicht um -0,8 Prozentpunkte gesunken und liegt bei 59,2 %. Der Landesdurchschnitt in Sachsen-Anhalt liegt bei 54,1 %.

 

 

 

1.3       Tatverdächtigenstruktur

 

Im Zuständigkeitsbereich der PI Stendal wurden im Jahr 2020 insgesamt 7.444 Tatverdächtige ermittelt. Im Vergleich zum Vorjahr (2019: 7.527) bedeutet dies einen leichten Rückgang um 1,1 Prozentpunkte. Die Tatverdächtigen schlüsseln sich in 5.546 männliche und 1.898 weibliche Personen auf.

 

1.3.1    Nichtdeutsche Tatverdächtige

 

Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger an der Gesamtzahl aller ermittelten Tatverdächtigen hat sich im Jahr 2020 um 7,1 Prozentpunkte von 736 auf 788 Tatverdächtige erhöht. Somit steigt der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen auf 10,6 Prozentpunkte (2019: 9,8 %) an.

 

1.3.2    Jugendkriminalität

 

Unter den Begriff der Jugendkriminalität fallen alle Straftaten, die durch Personen im Alter von unter 21 Jahren begangen wurden. Im Jahr 2020 waren 1.561 ermittelte Tatverdächtige unter 21 Jahre alt. Das entspricht einem Anteil von 21,0 % an der Gesamtzahl der ermittelten Tatverdächtigen. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich somit ein leichter Rückgang um -0,3 Prozentpunkte. Auf die 1.561 Jungtatverdächtigen entfallen 1.916 geklärte Fälle. Das entspricht einem Anteil von 18,9 Prozentpunkten an der Gesamtzahl der geklärten Straftaten. Die Jungtatverdächtigen gliedern sich dabei in 275 Kinder (bis unter 14 Jahre), 691 Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) und 595 Heranwachsende (18 bis unter 21 Jahre) auf.

Im Jahr 2020 wurden unter den Jungtatverdächtigen im Bereich der PI Stendal 17 Intensivtäter (Täter mit mehr als 9 Einzelhandlungen in einem Jahr) ermittelt. Das sind 8 Intensivstraftäter weniger als im Vorjahr. Durch jungtatverdächtige Intensivtäter wurden im Jahr 2020 insgesamt 256 Einzeltaten begangen. Dies sind 248 Straftaten weniger als im Vorjahr.

 

 

 

 

 

 

  1. Deliktsfelder

 

2.1       Erfasste Fälle ausgewählter Straftaten

 

Straftatenhauptgruppen

ausgewählte Straftaten

 
 

Erfasste Fälle

 
 

Veränderung

 
 

Aufklärung in %

 
 

(Auszug aus der Gesamtstatistik)

 
 

2019

 
 

2020

 
 

absolut

 
 

in %

 
 

2019

 
 

2020

 
 

 

 
     

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

Fälle gesamt

 
 

17.660

 
 

16.893

 
 

-767

 
 

- 4,3

 
 

60,0

 
 

59,2

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

 

 
 

Straftaten geg. das Leben

 
 

20

 
 

11

 
 

-9

 
 

-45,0

 
 

80,0

 
 

100,0

 
 

- Mord

 
 

0

 
 

1

 
 

+1

 
 

0

 
 

0,0

 
 

100,0

 
 

- Totschlag und Töten auf Verlangen

 
 

8

 
 

8

 
 

0

 
 

0,0

 
 

100,0

 
 

100,0

 
 

- fahrlässige Tötung

 
 

12

 
 

2

 
 

-10

 
 

-83,3

 
 

66,7

 
 

100,0

 
 

Straftaten gegen sexuelle Selbstbestimmung

 
 

261

 
 

271

 
 

+10

 
 

+3,8

 
 

88,1

 
 

86,3

 
 

- unter Gewaltanw./Abhängigkeit

 
 

146

 
 

106

 
 

-40

 
 

-27,4

 
 

86,3

 
 

91,5

 
 

    - darunter Vergewaltigung/ sex. Nötigung

 
 

45

 
 

18

 
 

-27

 
 

-60,0

 
 

84,4

 
 

83,3

 
 

- sexueller Missbrauch

 
 

83

 
 

79

 
 

-4

 
 

-4,8

 
 

89,2

 
 

84,8

 
 

    - darunter sex. Missbrauch v. Kindern

 
 

66

 
 

65

 
 

-1

 
 

-1,5

 
 

93,9

 
 

86,2

 
 

Rohheitsdelikte/Straftaten gg. persönliche Freiheit

 
 

3.119

 
 

3.073

 
 

-49

 
 

-1,5

 
 

91,5

 
 

92,3

 
 

- Körperverletzungen

 
 

2.059

 
 

2.045

 
 

-14

 
 

-0,7

 
 

92,0

 
 

92,8

 
 

- Raub/ räub. Erpressung/ räub. Angriff auf Kraftfahrer

 
 

100

 
 

76

 
 

-24

 
 

-24,0

 
 

74,0

 
 

73,7

 
 

Diebstahl ohne erschwerende Umstände

 
 

2.698

 
 

2.254

 
 

-444

 
 

-16,5

 
 

44,7

 
 

46,4

 
 

 in/aus Warenhäusern

 
 

796

 
 

621

 
 

-175

 
 

-22,0

 
 

81,0

 
 

85,5

 
 

- Ladendiebstahl

 
 

703

 
 

587

 
 

-116

 
 

-16,5

 
 

89,9

 
 

87,7

 
 

Diebstahl unter erschwerenden Umständen

 
 

2.738

 
 

2.454

 
 

-284

 
 

-10,4

 
 

13,5

 
 

14,3

 
 

- in/aus Wohnungen

 
 

324

 
 

228

 
 

-96

 
 

-29,6

 
 

17,3

 
 

22,4

 
 

- TWE

 
 

120

 
 

93

 
 

-27

 
 

-22,5

 
 

20,8

 
 

25,8

 
 

Diebstahl insgesamt

 
 

5.436

 
 

4.708

 
 

-728

 
 

-13,4

 
 

29,0

 
 

29,6

 
 

- von Kraftwagen einschl. unbefugte Ingebrauchnahme

 
 

140

 
 

69

 
 

-71

 
 

-50,7

 
 

25,7

 
 

34,8

 
 

- Diebstahl von Fahrrädern

 
 

911

 
 

829

 
 

-82

 
 

-9,0

 
 

12,3

 
 

13,8

 
 

- Diebstahl an/aus Kraftfahrzeugen

 
 

670

 
 

571

 
 

-99

 
 

-14,8

 
 

9,3

 
 

10,5

 
 

- von unbaren Zahlungsmitteln

 
 

250

 
 

165

 
 

-85

 
 

-34,0

 
 

13,2

 
 

12,7

 
 

Vermögens- und Fälschungsdelikte

 
 

2.596

 
 

2.761

 
 

+165

 
 

+6,4

 
 

60,9

 
 

51,9

 
 

- Betrug

 
 

1.821

 
 

2.043

 
 

+222

 
 

+12,2

 
 

56,4

 
 

46,7

 
 

- Waren- und Warenkreditbetrug

 
 

938

 
 

1.070

 
 

+132

 
 

+14,1

 
 

59,7

 
 

50,5

 
 

- rechtswidrig erlangtem unbaren Zahlungsmittel

 
 

114

 
 

180

 
 

+66

 
 

+57,9

 
 

43,9

 
 

22,2

 
 

- Computerbetrug § 263a StGB

 
 

357

 
 

445

 
 

+88

 
 

+24,6

 
 

36,7

 
 

26,1

 
 

sonst. Straftaten StGB

 
 

4.343

 
 

4.499

 
 

+156

 
 

+3,6

 
 

59,4

 
 

58,6

 
 

- Brandstiftung

 
 

164

 
 

139

 
 

-25

 
 

-15,2

 
 

36,6

 
 

41,0

 
 

- Sachbeschädigung

 
 

2.061

 
 

2.236

 
 

+175

 
 

+8,5

 
 

36,1

 
 

35,6

 
 

    - darunter Sachbeschädigungen durch Graffiti

 
 

279

 
 

369

 
 

+90

 
 

+32,3

 
 

24,4

 
 

18,4

 
 

- Widerstand gg. Staatsgewalt

 
 

566

 
 

647

 
 

+81

 
 

+14,3

 
 

89,8

 
 

87,9

 
 

Rauschgiftkriminalität

 
 

1.468

 
 

1.126

 
 

-342

 
 

-23,3

 
 

95,1

 
 

94,9

 
 

- allg. Verstöße gegen das BtMG

 
 

1.220

 
 

922

 
 

-298

 
 

-24,4

 
 

96,5

 
 

94,9

 
 

- unerlaubter Handel/Schmuggel von BtM

 
 

148

 
 

92

 
 

-56

 
 

-37,8

 
 

92,6

 
 

94,6

 
 

- sonstige Verstöße gegen das BtMG

 
 

99

 
 

94

 
 

-5

 
 

-5,1

 
 

83,8

 
 

94,7

 
 

Computerkriminalität

 
 

465

 
 

530

 
 

+65

 
 

+14,0

 
 

34,2

 
 

27,0

 
 

Umweltkriminalität

 
 

194

 
 

224

 
 

+30

 
 

+15,5

 
 

60,3

 
 

75,4

 
 

Straßenkriminalität

 
 

3.062

 
 

2.794

 
 

-268

 
 

- 8,8

 
 

24,4

 
 

27,0

 

 

2.2       Straftaten gegen das Leben

Der prozentuale Anteil der Straftaten gegen das Leben (insgesamt 11 Straftaten) beträgt im Verhältnis zum Gesamtstraftatenaufkommen 0,07 %. Alle diesbezüglichen Straftaten, die im Jahr 2020 abschließend in der PI Stendal bearbeitet wurden, konnten aufgeklärt werden.

 

2.3       Sexualdelikte

Von 271 erfassten Sexualdelikten konnten 234 Taten aufgeklärt werden, was einer AQ von 86,3 % entspricht. Die Anzahl der erfassten Fälle, die unter Anwendung von Gewalt oder Ausnutzung einer Abhängigkeit begangen wurden, hat sich deutlich von 146 auf 106 Fälle verringert. Demgegenüber ist ein starker Anstieg von Fällen der Verbreitung pornographischer Schriften gemäß §§ 184 ff. StGB zu verzeichnen. Im Vergleich zum Jahr 2019 stiegen die erfassten Fälle von 32 auf 86 Straftaten an, was eine Zunahme um 168,8 % bedeutet. Auf die Verbreitung kinder- und jugendpornografischer Schriften entfallen 68 der insgesamt 86 Ermittlungsverfahren.

 

2.4       Rohheitsdelikte

Die Anzahl der erfassten Rohheitsdelikte nahm mit 3.073 Fällen (-46) leicht ab (-1,5 %). Die Rohheitsdelikte nehmen einen prozentualen Anteil von 18,2 % an allen Taten ein. Bei den Raubstraftaten ist ein Rückgang auf nunmehr 76 (-24) zu verzeichnen. Davon konnten 56 Fälle aufgeklärt werden, was einer AQ von 73,7 % entspricht. Bei den Körperverletzungsdelikten ist ein Rückgang um 14 Fälle zu registrieren. 2.045 Fälle wurden im Jahr 2020 insgesamt in diesem Deliktsbereich erfasst (2019: 2.059 Straftaten). Die Aufklärungsquote lag hier bei 92,8 Prozentpunkten.

 

 

 

 

2.5       Diebstahl

Diebstahlsdelikte stellen mit 27,9 % auch im Jahr 2020 den höchsten Anteil an allen abgeschlossene Fällen. Signifikant ist ein Rückgang der erfassten Straftaten um 728 Fälle auf 4.708 (-13,4 %) bei leicht gestiegener AQ (29,6 %).

Für den einfachen Diebstahl wurde ein Rückgang um -16,5 Prozent auf 2.254 Fälle registriert.

Im Bereich des BSD (Besonders schwerer Fall des Diebstahls) ist für das Jahr 2020 eine ähnliche Entwicklung festzustellen. Der Rückgang beträgt hier -10,4 Prozent. Wurden im Jahr 2019 noch 2.738 Fälle registriert, so sind es im Jahr 2020 noch 2.454.

In nahezu allen Deliktsfeldern des Diebstahls ist die Anzahl der abgeschlossenen Fälle rückläufig. Besonders deutlich ist der Rückgang sowohl im Bereich des BSD in/aus Wohnungen (-29,6 %) als auch bei Diebstählen von Kraftwagen (-50,7 %).

Einen nicht unwesentlichen Anteil an den rückläufigen Zahlen dürften die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die damit einhergehenden Regelungen und Beschränkungen haben (Reise- und Kontaktbeschränkungen, Homeoffice, etc.)

 

2.6       Vermögens- und Fälschungsdelikte

Entgegen der Entwicklung bei den Diebstahlsdelikten ist bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten ein Anstieg der Fallzahlen um 6,4 % auf 2.761 Fälle (2019: 2.596 Fälle) zu verzeichnen. Insbesondere bei den Betrugsdelikten ist ein Zuwachs um 12,2 % auf nunmehr 2.043 Fälle zu registrieren, wobei insbesondere die Fälle des Warenbetrugs (+21,2 %) und des Warenkreditbetrugs (+8,4 %) zugenommen haben. Korrespondierend mit dem Trend der vergangenen Jahre ist bei den Delikten des Computerbetrugs gem. § 263a StGB ein Anstieg um 24,6 % auf 445 Fälle zu verzeichnen (2019: 357 Fälle). Mit den steigenden Fallzahlen des Computerbetrugs ist zurzeit eine sinkende Aufklärungsquote verbunden. Eine Erklärung für die Erhöhung der Fallzahlen dürfte in der vermehrten Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnik und insbesondere des Internets in Zeiten der Corona-Pandemie zu finden sein.

 

2.7       Sonstige Straftatbestände des StGB

Im Bereich der sonstigen Straftatbestände des StGB ist ein leichter Zuwachs um 3,6 % von 4.343 auf 4.499 Fälle zu verzeichnen. Obwohl die absolute Zahl der aufgeklärten Fälle um 59 auf 2.638 Straftaten steigt, verringert sich die AQ leicht um -0,8 % von 59,4 % auf 58,6 %.

Beim Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte stiegen die erfassten Straftaten dem Landestrend folgend an, im Zuständigkeitsbereich der PI Stendal um 27 Fälle von 91 auf 118 Straftaten (+29,7 %). Die Anzahl der Fälle von Hausfriedensbruch ist mit 391 Straftaten höher als im Jahr 2019 (341 Taten). Das entspricht einer Steigerung um 14,7 % bei einer nur leicht gesunkenen AQ von 85,7 % (2019: 88,9 %). Die Anzahl der Beleidigungsdelikte ist von 867 auf 899 Straftaten (+3,7 %) bei annähernd gleichbleibender AQ (91,2 %) leicht gestiegen.

Auch im Deliktsbereich der Sachbeschädigung ist ein Zuwachs zu registrieren. Die in der PKS erfassten Fälle stiegen im Jahr 2020 um 175 auf insgesamt 2.236 Fälle (+8,5 %) an. Im Jahr 2019 waren es 2.061 Fälle. Deutliche Anstiege sind bei Sachbeschädigungen durch Graffiti (+32,3 %) festzustellen. Die Anzahl der aufgeklärten Straftaten konnte um 8,5 % gesteigert werden, wobei die AQ im Jahr 2020 mit 35,6 % (-0,5 %) leicht rückläufig ist. Sachbeschädigungen nehmen im Bereich der PI Stendal insgesamt einen Anteil von 13,2 % an der Gesamtkriminalität ein.

 

2.8       Strafrechtliche Nebengesetze

Die in der PKS erfassten Fälle nach den strafrechtlichen Nebengesetzen nehmen in der PI Stendal mit 1.570 Fällen einen Anteil von 9,3 % am Gesamtstraftatenaufkommen ein.

Der überwiegende Anteil entfällt auf Straftaten nach dem Betäubungsmittelgesetz. Im Berichtsjahr wurden in der PKS 342 Fälle der Rauschgiftkriminalität weniger als im Vorjahr erfasst. Das entspricht einem Rückgang um -23,3 %. Die höheren Vorjahreszahlen resultieren zum Teil aus der Bearbeitung größerer Verfahrenskomplexe.

Den größten Anteil nehmen dabei allgemeine Verstöße gegen das BtMG ein, wobei Cannabis mit 483 (-12,7 %) und Amphetamine und deren Derivate in flüssiger und fester Form mit 299 Fällen (-35,4 %) die Spitzenplätze belegen.

Fälle, die einen Verstoß mit Methamphetamin in kristalliner Form (sog. Crystal) zum Gegenstand haben, sind im Vergleich zum Jahr 2019 rückläufig und bewegen sich auf dem Niveau des Jahres 2018.

Weiterhin rückläufig sind zudem die Fallzahlen der Verstöße gegen das Aufenthalts-, das Asyl- oder Freizügigkeitsgesetz durch Asylbegehrende. Im Jahr 2020 wurden 26 Fälle in der PKS ausgewiesen, was einem Rückgang um 5 Fälle (-16,1 %) zum Vorjahreszeitraum (31 Fälle) entspricht.

Neben den ausländerspezifischen Verstößen wurden in der PKS 2020 aus der Personengruppe der Zuwanderer heraus 360 Tatverdächtige erfasst, die an 385 erfassten Fällen beteiligt waren.

Ganz überwiegend wurden durch diese Tatverdächtigen Körperverletzungsdelikte (124 Fälle) und Diebstahlsdelikte (48 Fälle, davon 27 Fälle von Ladendiebstahl) begangen. Fünf Straftaten richteten sich gegen die sexuelle Selbstbestimmung. 25 Fälle sind den Rauschgiftdelikten zuzuordnen.

 

2.9       Straßenkriminalität

Die Straßenkriminalität - Straftaten, die sich im öffentlichen Raum ereigneten – verzeichnet für das Jahr 2020 einen Rückgang um 268 (-8,8 %) auf 2.794 Fälle. Auch die Zahlen dieses Deliktsbereichs werden mit großer Wahrscheinlichkeit durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie maßgeblich beeinflusst.

 

 

 

 

 

 

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