LKA-Ermittler klären auf ...
Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt verzeichnet aktuell eine rasante Zunahme von Fällen im Online-Anlagebetrug mit hohen Vermögensschäden. Besonders betroffen sind ältere Bürgerinnen und Bürger, die plötzlich ungewöhnliche Finanztransaktionen vornehmen, wie die Auflösung von Anlagen, den Verkauf von Immobilien oder die Aufnahme von Krediten. Oft werden dabei Vermögenswerte auf Onlinekonten oder Sammelkonten von Krypto-Exchangern verschoben. Die Betroffenen befinden sich häufig im Einflussbereich professioneller Betrüger, die mit psychologischem Druck und Verschwörungserzählungen arbeiten und auf sie einwirken. So werden Warnungen und Hinweise der Kundenbetreuenden ihrer Geldinstitute oft nicht ernst genommen.
Zu diesem Thema veranstaltete das LKA einen Online-Abend auf dem YouTube-Kanal der Landespolizei Sachsen-Anhalt. Unter folgendem Link kann das Interview mit unserem LKA-Experten angesehen werden.
Seien Sie wachsam, wenn …
► hoher Gewinn bei geringem Risiko versprochen wird („Geheimtipp“).
► im Internet vor dieser Seite gewarnt wird.
► der „Broker“ Sie anruft, Sie ihn aber unter der Nummer nicht erreichen können.
► Ihr (Demo-) Konto hervorragende Gewinnentwicklungen darstellt.
► Sie immer mehr Geld investieren sollen.
► Sie Fernzugriff auf Ihren PC erlauben sollen (Remote-Software).
► Sie unter Druck gesetzt werden.
► der Anbieter nicht bei www.bafin.de registriert ist.
Was können Sie tun, um sich zu schützen?
♦ Vertrauen Sie den Mitarbeitenden Ihrer Banken und Sparkassen.
♦ Lassen Sie sich nicht zu „verschwörerischen“ Geheimhaltungen über die angebliche Anlage verleiten.
♦ Sprechen Sie mit Familie und Freunden darüber und holen Sie sich eine zweite Meinung ein.
♦ Sprechen Sie Ihre örtlichen Polizeidienststellen an.
Weiter Informationen finden Sie unter:
⇒ Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht www.bafin.de
⇒ Verbraucherzentrale www.verbraucherzentrale.de
⇒ Polizeiliche Beratungsseiten www.polizei-beratung.de
Cybercrime
Ausführliche Informationen und Verhaltenshinweise für Betroffene finden Sie bei der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes (ProPK).
Link: Cybercrime | polizei-beratung.de
Link: Gefahren im Internet | polizei-beratung.de
